Geschäftsordnung

VEREINBARUNG

zwischen den in der Koordinationsstelle KONU zusammenarbeitenden Verbänden (Stand 2016)

Präambel

Grundidee der KONU ist, dass der Naturschutz der Naturschutz durch eine Zusammenarbeit der verschiedenen Naturschutzverbände auf dem Arbeitsfeld der Stellungnahmen im Landkreis Gifhorn gestärkt wird. Diese Zusammenarbeit ist dadurch gekennzeichnet, dass

  • in der Regel eine gemeinsame Stellungnahme zu geplanten Vorhaben erarbeitet wird,
  • die unterschiedlichen Akteure in den Verbänden im Zuge des Austausches zur Abfassung der Stellungnahmen voneinander lernen,
  • man bezogen auf das Arbeitsfeld der Stellungnahmen gegenüber Behörden und der Öffentlichkeit als wichtige gesellschaftliche Gruppe gemeinsam auftritt.

Die Abfassung der gemeinsamen Stellungnahmen soll dabei auf einem Naturschutzverständnis beruhen, das Naturschutz nicht in erster Linie zur Verhinderung gesellschaftlicher Entwicklung sieht, sondern als aktiver Partner bei der Ausgestaltung zukunftsfähiger Beziehungen des Menschen zur Natur. Dieses Naturschutzverständnis ist geprägt von dem Prinzip einer nachhaltigen Nutzung, in der der Naturschutz Bestandteil der gesellschaftlichen Entwicklung ist. Naturschutz soll damit auf der gesamten Fläche und in allen Bereichen berücksichtigt werden. In diesem Naturschutzverständnis werden die verschiedenen Verwaltungen als Dienstleister gesehen, mit denen man in kritischer Distanz kooperiert.

 

§1 Bezeichnung und Aufgaben

Die Einrichtung nennt sich „Koordinationsstelle der Natur- und Umweltschutzverbände im Landkreis Gifhorn“, kurz KONU.

Aufgabe ist die Koordination der gemäß § 63 Abs. 2 BNatSchG (bzw. § 38 NAGBNatSchG)  zu bearbeitenden Stellungnahme und Vorgänge von den nach § 3 Umweltrechtsbehelfsgesetz in Niedersachsen anerkannten Naturschutzvereinigungen aktiv sind. Darüber hinaus gehende Aufgaben wie z.B. die Beteiligung bei Bauleitlplanungen bedürfen der Zustimmung des Geschäftsführenden Vorstands, und von den Aktivitäten ist an die Generalversammlung zu berichten.

§ 2 Organe

3.1 Generalversammlung

Mindestens einmal je Kalenderhalbjahr muss eine Generalversammlung der angeschlossenen Verbände stattfinden. Hierbei sollten die Verbände durch entscheidungsbefugte Vorstandsmitglieder vertreten sein. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Verbände vertreten sind. Jeder Verband hat bei Beschlüssen der Generalversammlung eine Stimme.

Der Generalversammlung obliegt

  • die Änderung der Vereinbarung,
  • die Wahl des Geschäftsführenden Vorstands,
  • die Entscheidung über Personaleinstellungen und -Entlassungen sowie über die Aufgaben und Qualifikation der Fachkraft (z.B: Landespfleger/in, Biolog/in, mit der entsprechendne Erfahrung in der Bearbeitung von Stellungnahmen),
  • die Entgegennahme und Genehmigung des Kassenberichtes,
  • die Beschaffung von Mitteln.

 

3.2 Geschäftsführender Vorstand

Die Generalversammlung wählt aus ihrer Mitte mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen einen Geschäftsführenden Vorstand. Dieser besteht aus zwei Personen, die zwei der angeschlossenen Verbände repräsentieren und dem Vorstand ihres Verbandes angehören sollten.

Dem Geschäftsführende Vorstand obliegt

  • die Disziplinaraufsicht über das von der KONU beschäftigte Personal,
  • die Überwachung des Haushalts und Erstellung eines Kassenprüfungberichtes, der einmal jährlich der Generalversammlung vorzulegen ist,
  • in Abstimmung mit dem Fachausschuss die Benennung eines Vertreters der Fachkraft bei deren Verhinderung durch Krankheit, Urlaub usw.,
  • die Vertretung der KONU nach außen.

3.3 Fachausschuss

Jeder angeschlossene Verband benennt einen fachkundigen Vertreter für den Fachausschuss. Dieser Repräsentant ist Ansprechpartner des jeweiligen Verbandes für die von der KONU beschäftigten Fachkraft in Fachfragen. Der Fachausschuss tritt bei Bedarf auf Einladung der Fachkraft oder eines der Verbände zusammen.

Dem Fachausschuss obliegt

  • die Abstimmung von Stellungnahmen zwischen den Verbänden bzw. mit der Fachkraft.

3.4 Fachkraft

Die Fachkraft vertritt ausschließlich die KONU und hat sich den angeschlossenen Verbänden gegenüber unparteiisch zu verhalten.

Der Fachkraft obliegt

  • die Koordination der Stellungnahmen gemäß § 4 dieser Vereinbarung,
  • die Vertretung der KONU im Umweltausschuss des Kreistages des Landkreises Gifhorn einschließlich der Weiterleitung der Einladung – auf Anforderung – der Beschlussvorlagen der Verbände,
  • die Führung des Sachkostenkontos (Wegegeld, Telefon, Porto, Kopierkosten usw.).